Kurs Klassische Homöopathie Die Bremer Gesellschaft für Homöopathische Medizin bietet seit 1992 in ihrem Institut für Klassische Homöopathie (IKH) Ausbildungskurse an. Bundesweit entstehen seit geraumer Zeit zahllose Homöopathische Ausbildungsinitiativen verschiedenster Art und Qualität. Das IKH ermöglicht den Studierenden eine solide, in Theorie und Praxis standfeste Qualifikation. Gut 200 Jahre nach ihrer Begründung durch Dr. C.F.S.Hahnemann ist die Homöopathie nicht mehr so übersichtlich wie in ihrer Frühzeit: Nicht nur sind zwei Jahrhunderte Philosophie-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte über sie hinweg-gezogen, auch intern stellt sich die Homöopathie längst nicht mehr als "eine reine Lehre" dar. Ein öffentlicher Diskurs findet nur begrenzt statt, die Bemühungen um Konsensfindung bleiben bislang in der Regel halbherzig. Vor dem Hintergrund dieser Bewertung hat das Dozententeam des IKH ein Ausbildungskonzept entwickelt, das dieser homöopathiegeschichtlichen Situation Rechnung trägt. Grundlage der Ausbildung ist ein 15-monatiger Kursus, der die Studierenden kompetent und zielstrebig durch das Alphabet der Homöopathie führt und - bei entsprechender Begleitarbeit der Studierenden - eine basale Praxiskompetenz vermittelt. Neben den inhaltlichen Standards, wie sie sich mittlerweile in etlichen Ausbildungsangeboten durchgesetzt haben, bietet das IKH folgende speziellen Aspekte zusätzlich an: - Alle (neueren) Lehrer der Homöopathie berufen sich auf die Hahnemann'schen Urtexte und kommen dennoch zu methodisch teils kontroversen Ansätzen; daher wird in der Vermittlung der homöopathischen Methodik die gegenwärtige Vielfalt von Lehrmeinungen ("Schulen") nicht hilflos ignoriert, sondern kritisch erarbeitet. Lernziel ist - neben dem kritischen Umgang mit verschiedenen Konzepten der Homöopathie - vor allem die Möglichkeit, einen ganz eigenständigen, persönlichen Umgang mit Theorie und Praxis unserer Heilkunst zu entwickeln. - Homöopathische Praxis ist ein äußerst komplexer Vorgang, da ihr strenger Individualisierungsanspruch eine reduktionistische Standardisierung der Therapie grundsätzlich verbietet. In der traditionellen Lehrtradition wurde über abgeschlossene "Papercases" der Umgang mit dem Patienten geübt, heute bevorzugen viele Lehrer die Videopräsentation. Unser Team hat als authentische Trainingsmöglichkeit die indirekte Teilnahme an laufenden, unabgeschlossenen Fällen entwickelt: Nicht nur sind die Studierenden so näher am Geschehen, auch werden sie auf diese Weise mühelos mit den weniger glanzvollen Aspekten homöopathischer Alltagserfahrung vertraut gemacht. Lernziel ist jene Mischung aus selbstkritischer Skepsis und Vertrauen in die Kraft der Homöopathie, die schon Hahnemanns ärztliches Wirken kennzeichnete. Das Ausbildungsangebot wird optional ergänzt durch einen 6-monatigen Intensiv-Kurs, in dem das angeeignete Wissen und Können noch einmal eine deutliche Vertiefung und Differenzierung erfährt. Dieser Kurs ist für jene Absolventen des Basis-Kurses vorgesehen, die es "noch genauer wissen möchten", die noch weitergehende Fragen haben oder die noch weiteren "Schliff" in Theorie und Praxis wünschen. Homöopathie wird nicht überleben, wenn ihr Reflexionsniveau nicht auf der Höhe der Zeit ist; daher wird in unserer wissenschaftstheoretischen Reflexion hier auch besonders der Diskurs der jüngeren / jüngsten europäischen Geistesgeschichte berücksichtigt und einbezogen (EBM, Chaostheorie, [Post-] Strukturalismus, Sprachanalytik u.dgl.). Lernziel ist der selbständige und kritische Umgang mit zeitgenössischen Wissenschaftsentwürfen, speziell natürlich im homöopathischen Feld. Die inhaltliche Gestaltung soll hier - mehr, als im Basiskurs möglich - in Absprache mit den Bedürfnissen der Studierenden entwickelt werden. Wir freuen uns, Ihnen ein Team von Lehrkräften vorstellen zu können, die alle seit Jahren in der Klassischen Homöopathie und ihrer Lehre tätig sind und somit einen guten Fundus von Alltagserfahrung einbringen können. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und stehen für weitere Auskünfte gern zur Verfügung. Bremen, im Januar 2003 Christian Gallasch, Studienleiter
Kurs Klassische Homöopathie
bietet seit 1992 in ihrem Institut für Klassische Homöopathie (IKH) Ausbildungskurse an.
Bundesweit entstehen seit geraumer Zeit zahllose Homöopathische Ausbildungsinitiativen verschiedenster Art und Qualität. Das IKH ermöglicht den Studierenden eine solide, in Theorie und Praxis standfeste Qualifikation.
Gut 200 Jahre nach ihrer Begründung durch Dr. C.F.S.Hahnemann ist die Homöopathie nicht mehr so übersichtlich wie in ihrer Frühzeit: Nicht nur sind zwei Jahrhunderte Philosophie-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte über sie hinweg-gezogen, auch intern stellt sich die Homöopathie längst nicht mehr als "eine reine Lehre" dar. Ein öffentlicher Diskurs findet nur begrenzt statt, die Bemühungen um Konsensfindung bleiben bislang in der Regel halbherzig.
Vor dem Hintergrund dieser Bewertung hat das Dozententeam des IKH ein Ausbildungskonzept entwickelt, das dieser homöopathiegeschichtlichen Situation Rechnung trägt.
Grundlage der Ausbildung ist ein 15-monatiger Kursus, der die Studierenden kompetent und zielstrebig durch das Alphabet der Homöopathie führt und - bei entsprechender Begleitarbeit der Studierenden - eine basale Praxiskompetenz vermittelt.
Neben den inhaltlichen Standards, wie sie sich mittlerweile in etlichen Ausbildungsangeboten durchgesetzt haben, bietet das IKH folgende speziellen Aspekte zusätzlich an:
- Alle (neueren) Lehrer der Homöopathie berufen sich auf die Hahnemann'schen Urtexte und kommen dennoch zu methodisch teils kontroversen Ansätzen; daher wird in der Vermittlung der homöopathischen Methodik die gegenwärtige Vielfalt von Lehrmeinungen ("Schulen") nicht hilflos ignoriert, sondern kritisch erarbeitet.
Lernziel ist - neben dem kritischen Umgang mit verschiedenen Konzepten der Homöopathie - vor allem die Möglichkeit, einen ganz eigenständigen, persönlichen Umgang mit Theorie und Praxis unserer Heilkunst zu entwickeln.
- Homöopathische Praxis ist ein äußerst komplexer Vorgang, da ihr strenger Individualisierungsanspruch eine reduktionistische Standardisierung der Therapie grundsätzlich verbietet.
In der traditionellen Lehrtradition wurde über abgeschlossene "Papercases" der Umgang mit dem Patienten geübt, heute bevorzugen viele Lehrer die Videopräsentation.
Unser Team hat als authentische Trainingsmöglichkeit die indirekte Teilnahme an laufenden, unabgeschlossenen Fällen entwickelt: Nicht nur sind die Studierenden so näher am Geschehen, auch werden sie auf diese Weise mühelos mit den weniger glanzvollen Aspekten homöopathischer Alltagserfahrung vertraut gemacht.
Lernziel ist jene Mischung aus selbstkritischer Skepsis und Vertrauen in die Kraft der Homöopathie, die schon Hahnemanns ärztliches Wirken kennzeichnete.
Das Ausbildungsangebot wird optional ergänzt durch einen 6-monatigen Intensiv-Kurs, in dem das angeeignete Wissen und Können noch einmal eine deutliche Vertiefung und Differenzierung erfährt. Dieser Kurs ist für jene Absolventen des Basis-Kurses vorgesehen, die es "noch genauer wissen möchten", die noch weitergehende Fragen haben oder die noch weiteren "Schliff" in Theorie und Praxis wünschen.
Homöopathie wird nicht überleben, wenn ihr Reflexionsniveau nicht auf der Höhe der Zeit ist; daher wird in unserer wissenschaftstheoretischen Reflexion hier auch besonders der Diskurs der jüngeren / jüngsten europäischen Geistesgeschichte berücksichtigt und einbezogen (EBM, Chaostheorie, [Post-] Strukturalismus, Sprachanalytik u.dgl.).
Lernziel ist der selbständige und kritische Umgang mit zeitgenössischen Wissenschaftsentwürfen, speziell natürlich im homöopathischen Feld.
Die inhaltliche Gestaltung soll hier - mehr, als im Basiskurs möglich - in Absprache mit den Bedürfnissen der Studierenden entwickelt werden.
Wir freuen uns, Ihnen ein Team von Lehrkräften vorstellen zu können, die alle seit Jahren in der Klassischen Homöopathie und ihrer Lehre tätig sind und somit einen guten Fundus von Alltagserfahrung einbringen können.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse und stehen für weitere Auskünfte gern zur Verfügung.
Bremen, im Januar 2003
Christian Gallasch, Studienleiter
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10.10.06